Peter Neuhäuser erklärt Hochwasser

Die Volksstimme hat uns schon einige Male überrascht. Mit einer Meldung im "Altmärker", die am Samstag, dem 8. August erschien, sorgte die Zeitung in der Region allerdings wirklich für (sarkastische) Heiterkeit.

Unter der Überschrift "Hochwasser im Modell erklärt" ist u.a. zu lesen, "Peter Neuhäuser vom Naturschutzbund ... zeigt auf das Hochwassermodell im Elbmuseum. Um ihn herum standen Mädchen und Jungen im Grundschulalter und lernten so spielerisch, was im Sommer vor zwei Jahren in der Umgebung um Buch herum passiert ist."

Da entstehen schon Zweifel, ob Peter Neuhäuser den Grundschulkindern tatsächlich auch einige haarsträubende Details von dem erzählte, "was im Sommer vor zwei Jahren in der Umgebung um Buch herum passiert ist".

Zudem stellt sich die Frage, ob hier nicht ausgerechnet jemand Kindern etwas über das Hochwasser von 2013 erzählt, der selbigem vor allem mit juristischer Hilfe beikommen wollte, diesem ansonsten aber vermutlich über 50 unter seiner Verantwortung stehende Tiere überlassen mußte.

Man könnte ja fast annehmen, daß hier der Bock als Gärtner fungiert...

Hier ist der Artikel von Dirk Andres (bravo!) als PDF zu lesen.

 

 

 

 

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NABU-Turm abgebrannt

In der Nacht vom Samstag auf Sonntag, den 12. Juli, brannte der sogenannte "NABU-Turm" am Elbradweg zwischen Buch und Bölsdorf vollständig nieder.

Foto: privat

 

Es waren mehrere Feuerwehren im Einsatz. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. (Nur zur Sicherheit: wir waren es nicht)

Unsere für den kommenden Samstag (18.07.) geplante Radtour zum Deich am Turm wird deshalb abgesagt.

Weitere Infos gibts per Rundmail.

 

Nachtrag 15.07.

Da von Brandstiftung ausgegangen wird, erschienen in der Presse inzwischen Mutmaßungen, das Feuer sei möglicherweise von "NABU-Gegnern" gelegt worden. Ohne zu leugnen, daß es diese durchaus & zahlreich gibt, empfinden wir es nicht als vertretbar, auf diese Art Differenzen anzugehen.

Mit dem Turm ging unserer Gegend auch eine touristische Attraktion auf - wenn es Brandstiftung war - eine Weise verloren, die überflüssig und nicht akzeptabel ist.

 

 

 

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Gedenkveranstaltung

Zum zweiten Jahrestag des Jahrhunderthochwassers von 2013 wurde zum Gedenken an alle Tiere, die bei der Katastrophe umkamen, am 14. Juni 2015 im Bismarckpark in Schönhausen ein Baum gepflanzt und ein kleiner Gedenkstein aufgestellt.

 

In der Gemeinde Schönhausen gab es nach dem Deichbruch in Fischbeck großflächige Überflutungen, bei denen auch der historische Bismarckpark mit seinem uralten Baumbestand und dem Lebensraum für zahlreiche Tiere, wie Fledermäuse, Spechte oder Bienen, schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde. An die 200 Bäume – Robinien, Eichen, Linden, Eschen, Ulmen – starben ab, stürzten um oder waren so stark beschädigt, dass sie gefällt werden mussten.

Ein Planungsbüro beschäftigt sich nun mit der Rekonstruktion der Anlagen, viele Neupflanzungen sind erforderlich, um dem Park langsam seine alte Schönheit wieder zu geben. Hier entstand die Idee, an dieser vom Hochwasser gezeichneten Stelle auch an andere Opfer der Flutkatastrophe zu erinnern:

Im Juni 2013 kamen überall in den Überflutungsgebieten Tiere um Leben, sei es, weil sie nicht rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden konnten, schlicht „vergessen“ wurden, trotz aller Mühen keine Rettung möglich war, aber auch unzählige wildlebende Tiere, die keine Fluchtmöglichkeiten im schnell steigenden Wasser fanden. Viele Tiere starben einen grausamen Tod, noch Wochen später fanden sich deren Kadaver.

 

An dieses Geschehen erinnerten verschiedene RednerInnen, drückten Bedauern, aber auch Unverständnis, Wut und Empörung aus über menschliche Fehlentscheidungen, die viele Tiere das Leben kosteten. Zumal, wenn diese, wie im Fall der Herden des NABU Stendal e.V., auch noch bis heute folgenlos geblieben sind. Aber auch Worte des Dankes wurden gerichtet an die vielen Helfer, die mit ihrem Einsatz viele Tiere retten konnten.

 

Eine markierte Strecke führte in den eigentlich gesperrten Park, der für die Veranstaltung auf eigenes Risiko betreten werden durfte. Der Baum – eine Kaiser-Linde - war in Abstimmung mit der Parkprojektierung in unserem Auftrag und auf unsere Kosten bereits zwei Tage zuvor gepflanzt worden. Am Fuß des Baumes wurde der Gedenkstein an seinen Platz gesetzt und damit ein Ort der Erinnerung, der Mahnung, aber auch der Hoffnung geschaffen.

Gedenkveranstaltung Schönhausen

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Verhandlungstermin NABU KV SDL e.V. gegen Lemme / Grellmann

Am 27. Mai war vor dem Landgreicht Stendal die Fortsetzung der o.g. öffentlichen Verhandlung anberaumt, bei der Dr. Neuhäuser / der NABU KV unter anderem Schmerzensgeld dafür fordert, daß dem Verein durch unsere Aktivitäten (und nicht etwa durch die eigenen) ein Rufschaden entstanden sei.

Da unser Anwalt unvorhergesehen zu dieser Verhandlung nicht anwesend sein konnte, wurde eine Entscheidung nach Aktenlage beschlossen.

Das Urteil wird am 22.07.2015 verkündet.

 

 

 

 

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Mahnwache und Infostand auf dem Marktplatz Tangermünde

Am Samstag, dem 16. Mai, veranstaltete die Initiative eine Mahnwache im Gedenken an die ertrunkenen Tiere.

Außerdem wurde ein Informationsstand aufgestellt, des reges Interesse bei Passanten und Touristen fand. Es gab interessante Diskussionen, besonders mit verschiedenen Mitgliedern anderer NABU-Verbände.

 

 

 

 

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Appell gegen Massentierhaltung

Am letzten Donnerstag, dem 26. März, fand in der Salzkirche in Tangermünde eine Veranstaltung zum Thema industrielle Massentierhaltung statt. Die Volksstimme berichte darüber.

Gefordert wird der Stopp für alle genehmigungspflichtigen Mastanlagen in Sachsen-Anhalt. Es dürfen keine weitere Anlage mehr in Betrieb gehen und bestehende Anlagen sollen nicht erweitert werden. Zudem soll eine unabhängige Kommission die Richtlinien für eine ökonomisch, ökologisch, ethisch und sozial zukunftsfähige Nutztierhaltung erarbeiten.

Hierfür werden Unterschriften gesammelt, die an die Landesregierung Sachsen-Anhalts gerichtet werden. Die Initiative ist noch nicht im Internet zu finden,  Unterschriftembögen können aber hier heruntergeladen und bei unserer BI gesammelt werden.

Bitte teilen & weiterleiten.

 

 

 

 

 

 

 

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18. Demo in Jerichow

Auf der letzten Demo in Tangermünde besprachen die Anwesenden auch den Termin der nächsten Demonstration und es wurde vorgeschlagen, auch einmal in Jerichow zu demonstrieren.

Der Bucher Brack - das Areal, in dem die über 50 Rinder und Pferde so schrecklich zu Tode kamen - liegt im Landkreis Jerichower Land, auch wenn der Standort des NABU KV Stendal als Verantwortlichem für das Wohlergehen der Tiere zum Nachbarlandkreis Stendal gehört.

Viele der in unserer Initiative Beteiligten kommen aus dem Landkreis Jerichower Land, darunter auch hier einige, die so nah am Ort der Tragödie wohnen, daß sie die Schreie der ertrinkenden Tiere über Tage und Nächte hilflos mit anhören mußten.

Warum bisher niemand auf den Gedanken kam, auch auf der anderen Seite der Elbe zu demonstrieren, weiß eigentlich keineR so richtig...

Nun gab es diesen einleuchtenden Vorschlag und wir freuen uns auf neue TeilnehmerInnen aus dem Landkreis JL!

Wegen der Frequentierung des neben der Kirche in Jerichow liegenden Einkaufsmarktes einigte sich die Initiative als Termin diesmal auf einen Samstag und zwar den 14. März, wie immer um 14 Uhr.

 

 

 

 

 

 

 

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Pferderettung

Wie viele andere haben auch wir gespendet, damit wenigstens einige Pferde vom Pferdemarkt in Skaryszew gerettet werden können.

Nun ist Frau Jackowski vom Pferdehof aus Cobbel mit den Pferden Blanka und Enni von diesem Markt zurück gekommen. Weiteres gibt es hier zu sehen und zu lesen.

Vielen Dank für so viel Engagement!

 

 

 

 

 

 

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Pferdemarkt in Skaryszew - wir bitten um Hilfe!

Die 15. Demo fand am 22. November, wieder in Tangermünde, statt.

Eine Teilnehmerin berichtete in eindrucksvollen Worten über eine Tierschutzinitiative, die geschundene und gequälte Pferde freikauft, wofür fortlaufend Spenden gesammelt werden. Weiteres ist hier unter der Überschrift Skaryszew zu finden.

Der Inhalt der Spendendose an diesem Tag wurde mit dem Einverständnis der Demonstranten an die Initiative weitergegeben.

Wir bitten alle TierschützerInnen, die Rettung dieser Pferde zu unterstützen. Informiert andere, empört Euch!

Danke!

 

 

 

 

 

 

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Mahnwachen - und öfter mal was Neues

Nicht jedeR findet derartige Veranstaltungen toll (einschließlich einiger Mitglieder der BI, die dort z.T. in kaltem Wind und Regen saßen). Das versteht sich wohl von selbst.

Heißer Kaffee und die durchweg positive Resonanz der Passanten versöhnten die Mahnwachenden, andere wiederum suchten neue Wege, ihr Mißfallen zu äußern: Allen Beteiligten fiel ein durchgehend penetranter Geruch am Ort des Geschehens auf, selbst ein Pressevertreter zeigte sich irritiert.

 

Nun kann man ja geteilter Meinung über das Anliegen der Mahnwachen sein - ob es allerdings Not tut, deshalb vor Ort strafrechtlich relevant tätig zu werden*, bleibt dahingestellt.

Und wenn man dies schon exakt und nur in dem Bereich tut, der der Mahnwache vom Ordnungsamt zugewiesen wurde, dann sollte man vielleicht zumindest darauf achten, daß kein Etikett von der Flasche abfällt und dann auch noch am Ort des Geschehens liegen bleibt, oder?

Quelle: www.az-online.de/lokales/landkreis-stendal/stendal/das-alles-gewusst-3920900.html

 

* Buttersäure wird als ätzende Flüssigkeit eingestuft. Wird einer Person vorsätzlich mit Buttersäure Schaden zugefügt, kommt ein strafrechtlicher Verstoß gegen die §§ 223, 223 a Strafgesetzbuch (vorsätzliche und gefährliche Körperverletzung) in Betracht.

Wer vorsätzlich mit Buttersäure die Beschädigung einer Sache verursacht, macht sich gemäß § 303 StGB (Sachbeschädigung) strafbar. Ebenfalls wird dabei auch ein Verstoß gegen die Bestimmungen des Umweltrechtes begangen.

 

 

 

 

 

 

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Sehr geehrter Herr Dr. Neuhäuser,

manches, was Sie so tun (und lassen), erscheint anderen mitunter, naja, eigenartig. Vielleicht liegt das aber nur daran, daß niemand sich richtig bemüht, Sie zu verstehen?

Hier möchte ich einfach - um ein möglicherweise besseres Verständniss zu erlangen - Sie persönlich fragen:

Wenn ein Kamerateam des MDR in der Gemeinde Buch auf öffentlichem Grund steht und Ihr ankommendes Fahrzeug und Sie aufnimmt, haben Sie selbstverständlich das Recht, diesem sofort und handgreiflich das Filmen zu verbieten. Das haben wir alle verstanden.

Wenn Teilnehmer einer ordnungsgemäß angemeldeten Mahnwache (natürlich haben Sie das prüfen lasssen), ebenso in der Gemeinde Buch, ebenso auf öffentlichem Grund, von Ihnen nicht aufgenommen werden möchten, haben diese selbstverständlich nicht das Recht, diesen Aufnahmen zu widersprechen, nicht einmal dann, wenn die Personen dabei nicht handgreiflich werden. Haben wir das auch richtig verstanden?

Frau lernt nie aus...

29.08.2014 - A.Gr.

 

 

 

 

 

 

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Einladung zur Radwanderung

Am Sonntag, dem 13.07. möchten wir eine kleine Radwanderung unternehmen. Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Feuerwehr in Bölsdorf. Von dort aus wollen wir auf eine kleine Tour entlang des Elbradwanderweges gehen und etwa auf Höhe des NABU-Turms ein gemeinsames Picknick im Grünen machen. Die Strecke ist nicht lang, etwa 2 bis 3 km.

Wer möchte, bringt Kuchen & andere Leckereien mit, auch Kuscheldecke, Sitzkissen & falls vorhanden Fernglas nicht vergessen. Laut Vorschau soll das Wetter richtig schön werden und in der Nähe kann sogar gebadet werden.

Für die Fahrradfrei-Mobilen – sprich: die eingefleischten Autofahrer - und noch dazu Orts-Unkundigen gibt es eine kleine Wegbeschreibung am Treffpunkt in Bölsdorf, so dass auch diese ohne Probleme an unserem Ausflug teilnehmen können. Am Ziel kann geparkt werden, es sind nur einige Schritte zu Fuß bis zum Platz unseres Picknicks.

Alle InteressentInnen sind herzlich eingeladen, wir freuen uns auf gut gelaunte TeilnehmerInnen!

 

 

 

 

 

 

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Gedenkveranstaltung zum ersten Jahrestages des Todes der NABU-Tiere (10.06.) und 10. Demonstration (22.06. 2014)

Beide Veranstaltungen fanden in Buch vor der Kirche statt.

Besonders interessant für die Anwesenden war weiterhin das Thema der Einstellung der Untersuchungen der Staatsanwaltschaft Stendal gegen den NABU Stendal e.V., deren Begründung hier strafanzeige einstellung.pdf (1,2 MB) zu finden ist (interessant sind die Einschätzungen auf Seite 4).

Zu den Demonstranten zählten auch MitstreiterInnen der Initiativgruppe Umweltgewerkschaft aus Magdeburg, die ihr Projekt vorstellten.

Vor allem die Veranstaltung zum Todestag fand nicht bei allen Beobachtern Anklang. Einiges darüber konnten die DemonstrantInnen ebenso wie auch alle sonstigen InteressentInnen auf der 10. Demo erfahren, als ihnen ein Märchen vorgelesen wurde, oder auch eine (leider) wahre Geschichte, die hier noch einmal zu finden ist (eventuelle Ähnlichkeiten mit lebenden, womöglich gar einigen bekannten Personen können beim besten Willen nicht ausgeschlossen werden und sind wohl auch nicht zufällig):

 

Märchen, oder auch (leider) wahre Geschichte

Es begab sich vor gar nicht allzu langer Zeit, nehmen wir mal an, es war letzte Woche, daß in einer strukturschwachen Region, nennen wir sie mal Altmark, wirklich sehr sehr arme Leute lebten.

Die waren so arm, daß sie sich nicht einmal einen eigenen Namen leisten konnten & auch wenn die Barschaft noch für ein neuzeitliches Fernsprechgerät reichte - spätestens bei einer vorzeigbaren Rufnummer war sie aufgebraucht.

So trug sich denn zu, daß sich eine solch arme Frau genötigt sah, dem Rest der Welt ihre Sicht auf so dies & jenes mitzuteilen. Beherzt nahm die gute Frau, schwer an der Last tragend, weder Namen noch Rufnummer zu besitzen, dennoch das Fernsprechgerät zu Hand.

Sie rief an bei einem wackeren Handwerksmann, dem sie gar schreckliches zu berichten wußte: einer seiner Gesellen sei handwerklich wohl begabt, aber hätte sich einer umtriebigen Bande von Nazis, Nutten, Drogensüchtigen & Baronessen angeschlossen.

Verführt durch deren Missetaten hätte nun auch der Geselle den Pfad der Tugend verlassen, unredlicherweise des Handwerksmannes Holz entwendet, Werkzeug mißbraucht & klammheimlich während seiner teuer bezahlten Arbeitszeit subversive Särge vollendet & zwar zwei Stück.

Nun darf sich der interessierte Zuhörer natürlich fragen, woher die mutige Frau denn wusste, dass derolei Särge, an Anzahl zwei, überhaupt gefertigt worden waren – hatten die Erdmöbel doch nur ein einziges mal an öffentlicher Stelle gestanden. Wohl waren diese dort aber gut sichtbar gewesen & zwar von allen angrenzenden Liegenschaften, die da waren: der Friedhof & die Anwesen des örtlichen Gutsherren.

Der geneigte Zuhörer wird kaum annehmen, daß die namenlose Frau Bewohnerin des Gottesackes war. So blieb nur, dass der edle Gutsherr selbst der namenlosen Frau in seiner Residenz Obdach gab.

Leider konnte die gute Frau – zu unserer Beruhigung wenigstens versorgt mit einem Unterschlupf - nun nach dieser tapferen und detailgetreuen Schilderung ja wegen ihrer Armut dem Handwerksmanne gegenüber leider nicht mit einem eigenen Namen, noch einer vorweisbaren Rufnummer aufwarten.

(Über Armut hatten wir ja bereits gesprochen)

 

Der Handwerksmann jedenfalls staunte nicht schlecht ob des erschrecklichen, wenn auch bisher gänzlich unbemerkten Holz- und Arbeitszeitschwundes, der Geselle tat es ihm gleich.

Und nicht zuletzt staunte der rechtschaffende Beamte, dem es weder möglich war, seines Dienstherren Holz zu entwenden (der hatte keins), noch dessen Werkzeuge zu missbrauchen (die für Holzbearbeitung durch und durch ungeeignet waren), geschweige denn, seine Arbeitszeit für den Bau subversiver Särge zu verschwenden.

Statt dessen hatte dieser ehrbare Staatsdiener, ganz im Sinne seines Lehensherren, versucht, die Not in der Altmark ein wenig zu lindern & die Wirtschaft anzukurbeln, indem er seine sauer verdiente Barschaft in den nächsten Baumarkt trug zum Zwecke des redlichen Holzerwerbs, privates Werkzeug und ebensolche Freizeit als vorhanden voraussetzend.

Ein anständiges Handwerk hatte der gute Mann nicht gelernt, war er doch Beamter, und zeigte trotzdem solch geschickte Hände beim Fertigen subversiver Särge - zwei an der Zahl, dass er die arme Frau über deren wahre Entstehung ganz verwirrte.

Deshalb ist dieser aufrechten Frau auch nichts anzukreiden!

Recht tat sie daran, den Gesellen bei seinem Handwerksmann anzuschwärzen, schließlich hätte er besagte Missetat ja durchaus begangen haben können, hatte er sich doch, wie bereits berichtet, in die schlechte Gesellschaft von Nazis, Nutten, & naja Ihr wisst schon, begeben.

Das steht einem anständigen Gesellen nicht gut zu Gesichte, von zwei subversiven Särgen mal ganz zu schweigen. Und Strafe muß sein! Gut also, daß es hier eine solch moralisch hochherzige, wenn auch ausnehmend arme, so zumindest Dank des Gutsherren nicht auch noch obdachlose Frau gibt.

 

Nun hoffen wir ja, daß des Beamten selbstloser Einsatz dereinst Früchte trägt, (OH JA!) das Elend in der Altmark gelindert wird & arme Frauen eines Tages nicht mehr aus purer Not heraus - ohne einen eigenen Namen und eine ebensolche Rufnummer - bei Journalisten, Schuldirektoren, Landwirten, Handwerksmännern und anderen tapferen und redlichen Arbeitsleuten anrufen müssen.

 

Und die Moral von der Geschicht: Subversive Särge soll doch bauen, wer da möchte oder kann, solange, wie keine Tiere dabei zu Schaden kommen.

 

Und: die Armut mancher Leute in der Altmark - es können auch Frauen darunter sein - ist wirklich groß.

Und es ist nicht die materielle …

 

 

Und das nächste Kapitel (23.06.)

Daß die Frau trotz Namen- & Rufnummernlosigkeit die Kunst des Fernsprechens beherrschte, hatte sie längst (& mehrfach) unter Beweis stellen können.

Ob dieser Dank der Großzügigkeit des Gutsherren nun zudem auch moderne Datenverarbeitungstechnik zum Zwecke der Papierbeschriftung zum Gebrauch gestellt wurde, ist nicht bekannt. Daß die fleißige & mitteilungsfreudige Frau über die Vorteile von deren Nutzung gut Bescheid wusste, hingegen schon.

Dabei keine Mühe noch Phantasie scheuend brachte sie nun (auch wiedermal) zu Papier, was die Welt erfahren musste.

Denn nicht nur Gesellen – NEIN! auch  gebildete Frauenspersonen hätten Gefallen am schändlichen Tun der Nazis, Nutten - usw.usf. - gefunden & sich deren satanischen Ritualen angeschlossen, zu denen das – zum Glück nicht auch noch nackte – Umtanzen von Särgen, immernoch zwei, gehöre (wörtlich: „eine [Berufsbezeichnung], die um Kindersärge … tanzt“ !).

 

Hier müssen wir nun leider wieder auf die Armut kommen. Denn mittlerweile wurde auch der ansonsten so mutigen Frau bei ihrer misslichen Namenlosigkeit unwohl. Abhilfe musste her & da es an der Phantasie nicht mangelte, wurde flugs ein potjomkinscher Name gefunden (den wir aus urheberrechtlichen Gründen nicht verraten) und das Schriftstück damit versehen, welches dem Manne zuging, bei dem die gebildete Frauensperson in Lohn und Brot stand. Schließlich mußte der genauestens informiert werden, was diese in ihrer Mußezeit so für ein Unwesen trieb.

 

Nun sind wir nicht in Amerika, wo jeder sich nennen mag, wies gefällt, sondern in Teutonien, wo alles seine Ordnung hat, so auch die Listen des lokalen Einwohnermeldeschreibers. Der konnte, bei aller Mühe, denn doch einen solchen Namen auf seinen Listen nicht ausmachen.

Nunmehr wird der örtliche Gendarm sich des Problemes annehmen müssen - hoffentlich wird die bedauernswerte arme Frau wenigstens bei dem ein wenig Verständnis für ihre Not finden.

 

Die Baronessen & deren Hofstaat aus den bekannten Missetätern jedoch harren gespannt der Fortsetzungen, die da - hoffentlich nicht auch noch - so kommen mögen.

 

 

Wenn, dann demnächst auf Ihrem Monitor...

 

Übrigens: Haben Sie / hast Du oder Ihr / Dein Arbeitgeber auch einen anonymen Brief oder Anruf erhalten?

Dann würden wir uns über eine kurze Mitteilung freuen.

 

 

 

 

 

 

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Ausschlußverfahren gegen Dr. Neuhäuser

Wie heute (06.06.2014) aus der Altmarkzeitung zu erfahren ist, hat der Bund-Länder-Rat des NABU ein Ausschlußverfahren gegen Dr. Neuhäuser eingeleitet.

Nach Informationen der Zeitung sei zuvor durch das Amtsgericht Stuttgart festgestellt worden, daß dieses innerverbandliche Verfahren rechtmäßig sei.

"Das NABU-Präsidium wird das Verfahren gegen Dr. Neuhäuser ergebnisoffen bis zum Abschluß durchführen, um zweifelsfrei feststellen zu können, ob Dr. Neuhäuser durch sein Verhalten seine Treue- und Sorgfaltspflicht gegenüber dem NABU in vereinschädigender Form verletzt hat oder nicht" wird der NABU-Bundesverband zitiert.

(der Artikel ist nicht online, aber ein Kommentar dazu, der hier zu finden ist)

 

 

 

 

 

 

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Bannmeile

Anlässlich der für den 10. Juni vor dem NABU-Geschäftsgebäude in Buch geplanten Gedenkveranstaltung zum Jahrstag des qualvollen Todes der NABU-Tiere wurde durch Dr. Neuhäuser der Wunsch geäußert, eine "Bannmeile", wie z.B. um den Bundestag, um das Grundstück auszurufen.

Das Ordnungsamt konnte diesem Wunsch leider nicht entsprechen.

 

 

 

 

 

 

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Einstellung der Ermittlungen gegen Dr. Neuhäuser

Wie aus der Volksstimme vom 23.05.2014 zu erfahren ist, wurden die strafrechtlichen Ermittlungen gegen Dr. Neuhäuser durch die Staatsanwaltschaft Stendal eingestellt. www.volksstimme.de/nachrichten/lokal/stendal/1281728_Neuhaeuser-wird-nicht-angeklagt.html

Diese Information löste - auch wenn sie im Kontext zu dem sonstigen Umgang mit der Tragödie im Landkreis Stendal fast nicht überraschend ist - Unverständnis und Empörung aus, insbesondere der zynische Verweis der Angelegenheit als Ordnungswidrigkeit an den Landkreis Jerichower Land.

Eine Ordnungswidrigkeit ist es z.B. auch, bei "rot" über eine Fußgängerampel zu gehen. Wenn der Tod von über 50 Tieren vergleichbar schwer wiegt, dürfen sich fortan durch diese Entscheidung der Staatsanwaltschaft Stendal alle "Rot-Fußgänger" diffamiert fühlen!

Allerdings gibt es gegen die Entscheidung Rechtsmittel, die eingelegt werden.

 

 

 

 

 

 

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Trotz des strömenden Regens

wurde am 18. Mai in Tangermünde zum 9. mal an den qualvollen Tod der Tiere des NABU Stendal erinnert.

Über 30 Demonstranten hatten sich, ausgerüstet mit Schirmen und Wut, auf den Weg nach Tangermünde begeben und damit deutlich gemacht, daß die Proteste sich auch durch schlechtes Wetter nicht aufhalten lassen.

 

 

 

 

 

 

 

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Die 8. Demonstration

fand am 27. April 2014 - 10 Monate nach dem Tod von über 50 Tieren und 4 Wochen vor der Wahl - in Tangermünde statt.

Nach Beteiligung der BI an der Fragestunde in der letzten Kreistagssitzung in Stendal hatten wir nun Mitglieder aller im Kreistag vertretener Fraktionen zur Teilnahme an der Demonstration eingeladen, weil die im Kreistag erhaltenen Antworten als eher lustlos und desinteressiert empfunden worden waren, wie eine Demonstrantin zusammenfasste.

Gern hätten wir nun etwas über die Positionierung unserer Volksvertreter erfahren, und auch konträre Meinungen wären - wie bei jeder Demonstration - interessant gewesen.

Alle eingeladenen Fraktionen hatten sich zuvor auch zu der Einladung geäußert (naja, bis auf die CDU, von der es gar keine Reaktion gab). Ein Vertreter der Landwirte für die Region war der einzige, der seine Nicht-Teilnahme bedauerte und entschuldigte.

Ansonsten war keines der insgesamt 48 Kreistagsmitglieder bei dieser Demonstration anwesend.

Damit beantwortete sich ein zweites mal die bereits im Kreistag gestellte Frage, welche Partei denn die Interessen der Einwohner vertreten würde ...

Die Empörung der Demonstranten war dem entsprechend groß.

 

Eine Teilnehmerin erhielt viel Aufmerksamkeit wegen ihres selbst gestalteten Transparentes – der von ihr verwendete Ausspruch nach Mahatma Gandhi steht ab sofort als Motto auf unserer Titelseite.

 

 

 

 

 

 

 

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Überraschung beim Elbdeichmarathon

Da haben Unbekannte zum Elbdeichmarathon ausgerechnet eines der Etappenziele - den Aussichtsturm des NABU - mit insgesamt 4 Transparenten behängt.

Worum es ging, war aus den Aufschriften erkennbar:

 

Hier ertranken im Juni 2013 über 50 Pferde, Rinder und Kälber des NABU

 

Herde im Deichvorland

+ Hochwasser

+ Kein Evakuieren

= über 50 tote Tiere

 

Niemand vergisst die Schreie der Tiere - NABU schämt Euch!

 

Treten Sie endlich zurück Dr. Stacheldraht *äh* Neuhäuser!

 

 

Viele Läufer nahmen die Transparente zur Kenntnis, einige fotografierten sie sogar, bevor gegen 11 Uhr zwei Mitarbeiter des Ordnungsamtes kamen und die Transparente entfernten.

 

 

 

 

 

 

 

 

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Einwohnerfragestunde im Kreistag Stendal

Wie angekündigt, besuchten Mitglieder der BI die Kreistagssitzung am 03. April 2014 und fragten die Abgeordneten u.a. danach, warum der LK Stendal sich vor allem durch Untätigkeit gegenüber dem NABU profiliert. Anworten wurden eher lustlos und abwiegelnd empfunden.

 

Die Altmark-Zeitung vom 05.04.14 fasste das Geschehen wiedermal sehr treffend zusammen:

 

 

 

 

 

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Dr. Neuhäuser bestätigt höhere Anzahl ertrunkener Tiere

www.volksstimme.de/mobile_website/lokal_mobil/burg_mobil/1251986_Hochwasser-Ueber-50-Nabu-Tiere-umgekommen.html

Vor kurzem wurde bekannt, daß Dr. Neuhäuser in einem Schreiben selbst eine größere Anzahl von im Brack weidenden Tieren unmittelbar vor dem Hochwasser, als bisher angenommen, angegeben hatte. Dies bestätigte Dr. Neuhäuser nun per Volksstimme-Artikel: es wären vermutlich noch mehr NABU-Tiere ums Leben gekommen, als die bisher angegebenen 45.

 

Nicht ohne einen empörenden Satz folgen zu lassen: "Letztendlich ist auch völlig irrelevant, wie viele Tiere es sind"

 

Stellt sich die Frage, für wen irrelevant?

Vielleicht für die nun offiziell bestätigten 52 statt 45 Tiere, die um ihr Leben brüllend letztendlich grausam starben? Irrelevant, ob dieser schreckliche Tod mindestens noch 7 Tiere mehr ("zzgl. einige frische Kälber") betraf?

Irrelavant für Spender und Steuerzahler, die die Tiere bezahlt haben?

 

Spricht so jemand, dem das Wohl der ihm anvertrauten Tiere tatsächlich wichtig ist - und zwar das von jedem einzelnen?

Ist aus dem Satz erkennbar, daß hier mit Geld sorgsam und verantwortungsbewußt umgegangen wird, oder ist auch der entsprechende Wert der Tiere irrelevant?

 

Und nur am Rande gefragt: Wenn jemand, bis etwas anderes nachgewiesen wird, konsequent erklärt, es seien 45 Tiere umgekommen (z.B. hier www.wildnis.info/html/aktuelles.html), obwohl von Anfang an eine andere (höhere!) Zahl bekannt war, ist das dann eigentlich eine Lüge?

 

 

 

 

 

 

 

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Artikel in der Stendaler Volksstimme vom 15.03.2013

http://www.volksstimme.de/mobile_website/lokal_mobil/stendal_mobil/1243791_Nabu-verzichtet-kuenftig-auf-Wildtierprojekt-an-der-Elbe.html

 

Die Volksstimme wirbelte wieder einmal Staub auf mit verschiedenen Aussagen in dem o.g. Artikel. Auf einige möchte ich Bezug nehmen.

 

Zunächst kann davon ausgegangen werden, dass die angegebene Zahl von 25 ertrunkenen „Auerochsen“ (ausgestorben übrigens im 17. Jahrhundert) und 20 Koniks nicht stimmt, es waren nach eigenen Angaben von Dr. Neuhäuser vom 04.06.2014 zu diesem Zeitpunkt 29 „Auerochsen“ (siehe oben) zuzüglich einiger frischer Kälber sowie 23 Koniks auf dem Gelände Bucher Brack. Das lässt annehmen, dass auch die Anzahl ertrunkener Tiere entsprechend höher liegt.

 

Vielleicht ist die genaue Anzahl Dr. Neuhäuser mittlerweile entfallen, da doch immer die Rede von 45 Tieren ist?

 

 

Weiterhin wird Dr. Neuhäuser zitiert mit der Aussage: "Solche Rassen werden wir nicht mehr im Überflutungsbereich halten." Was er nicht erwähnt: Ende Februar befand sich noch mindestens ein Rind auf dem Gelände des Bucher Brack.

 

 

Interessant ist die Information, dass „bereits am 26. November … das Verwaltungsgericht Magdeburg“ feststellte, „dass es unstrittig sei, dass der Nabu vor dem Hochwasser die Tiere aus dem "Bucher Brack" evakuieren wollte."

Hier wird suggeriert, dass "damit aus diesem Urteil" hervorgeht, "dass die Naturschützer weder vorsätzlich noch grob fahrlässig die Rinder und Pferde ertrinken ließen.“ Darüber jedoch wird derzeit noch ermittelt, wie die Volksstimme Thomas Kramer, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Stendal, zu Wort kommen läßt.

 

Tatsächlich gab es am 26.11.2013 vor Gericht einen Gütetermin, bei dem der NABU Stendal e.V. gerichtlich erzwingen wollte, dass der Landkreis Jerichower Land die Äußerung, dass "während der Hochwassersituation im Juni 2013 eine Evakuierung der Pferde und Rinder aus dem Bereich Bucher Brack durch den NABU als Halter der Tiere wie schon im Jahre 2011 praktiziert, nicht beabsichtigt war“ auf seiner Website nicht weiter verwenden solle.

 

Im Ergebnis einer gütlichen Einigung willigte der Landkreis Jerichower Land ein, die Pressemitteilung vollständig aus dem Netz zu nehmen. Damit war ein Richterspruch nicht erforderlich und es gibt kein Urteil entsprechenden Inhaltes!

 

Wie Herr Radke die in der Absatzüberschrift genannte Entschuldigung erinnert, lässt sich in einem persönlichen Gespräch erkunden. Ich habs gemacht...

 

20.03.2014 - A.Gr.

 

 

 

 

 

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Anzahl ertrunkener Tiere

Bisher wurden, selbst auf Anfrage des NABU-Bundesverbandes, durch den NABU Stendal e.V. keine Angaben gemacht, wie viele Tiere durch das Hochwasser tatsächlich umgekommen sind. Ausgegangen wurde immer von 20 Koniks und 25 Heck-Rindern - diese Zahlen wurden auf der eigenen Seite vor dem Hochwasser als Bestand im Bucher Brack angegeben.

 

Nun wurde bekannt, daß in einem Schreiben vom 04.06.2013, unterzeichnet von Dr. Neuhäuser, folgende Zahlen über den Bestand im Bucher Brack genannt wurden:

"29 Auerochsen zzgl. einige frische Kälber" sowie "23 Konik-Pferde"

 

Damit erhöht sich die Anzahl potenzieller Hochwasseropfer auf 52 "zzgl. einige frische Kälber"....

 

 

 

 

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Die 6. Demonstration fand am Sonntag, dem 23. Februar, bei bestem Wetter auf dem Marktplatz Tangermünde statt.

 

Ein Einwohner aus Jerichow erzählte von den dramatischen Ereignissen, die er selbst erlebt hatte und von seinem Unverständnis darüber. Eine Tangermünderin berichtete von einem anderen Tierhaltungsprojekt des NABU in Ostfriesland, bei dem ca. 20 Koniks und Heck-Rinder zu Tode gekommen waren. Der damals Verantwortlich sei daraufhin rechtskräftig verurteilt worden.

Es waren wieder ca. 60 Demonstranten anwesend, und zur Freude aller Beteiligten war nun auch die regionale Presse sehr gut vertreten - besonderer Dank gilt der Altmarkzeitung, die in den letzten Tagen und Wochen sehr engagierte Artikel veröffentlichte - sowie ein Kamerateam vom MDR, das eine Reportage über die Ereignisse im Bucher Brack drehte (und am nächsten Tag Bekanntschaft mit den Fäusten von Dr. Neuhäuser machen durfte)

 

 

 

 

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Erschreckend, wie sich die Bilder gleichen...

In Ostfriesland gab es unter Obhut des NABU ebenfalls ein Beweidungsprojekt, welches im Jahr 2008 ca. 20 Heck-Rindern einen qualvollen Tod bescherte.

Auch dort formierte sich der Widerstand in der Bevölkerung, der letztendlich zum regionalen Erfolg führte:

Das Schöffengericht in Leer verurteilte am 22.04.2009 den inzwischen abgelösten ehemaligen Geschäftsführer des NABU, Matthias Bergmann, zu einer Geldstrafe von 3000 Euro. Nach Meinung des Gerichtes hatte er durch fahrlässiges Handeln zum Tod von mehreren Heck-Rindern beigetragen. Sein Gehilfe muss 300 Euro zahlen.

Die obige Karrikatur wurde uns aus Leer zur Verfügung gestellt.

 

 

 

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Die Pressestelle des Landkreises Jerichower Land erklärt folgendes:

 

"Der NABU-Kreisverband Stendal wollte gerichtlich erzwingen, dass die Äußerung 

´... während der Hochwassersituation im Juni 2013 eine Evakuierung der Pferde und Rinder aus dem Bereich Bucher Brack durch den NABU als Halter der Tiere wie schon im Jahr 2011 praktiziert, nicht beabsichtigt war´

nicht weiter verwendet wird.

 

Vor einem Urteilsspruch hat der Richter eine gütliche Einigung der Streitparteien anempfohlen (in der Regel üblich). Im Ergebnis einer gütlichen Einigung haben wir die Pressemitteilung vollständig aus dem Netz genommen. Damit war ein Richterspruch nicht erforderlich.

 

Unsere Meinung zu den Ereignissen hat sich deshalb nicht geändert. Der Vergleich hat keine Auswirkungen auf parallel laufende Strafverfahren."

 

 

 


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Rückblick auf die 5. Demo

 

Zwei Monate nach der letzten Demo in Stendal fand am Samstag, dem 18. Januar 2014 auf dem Marktplatz in Tangermünde die erste Demo im neuen Jahr statt.

 

Trotz der mittlerweile ein halbes Jahr zurück liegenden Ereignisse am Bucher Brack sowie der Demo-Pause im Dezember war die Resonanz durchaus gut.

 

Mit Plakaten, Transparenten und weißen Kreuzen ausgestattet nahmen ca. 60 bis 70 Einwohner aus Tangermünde, den umliegenden Gemeinden und dem Jerichower Land an der Veranstaltung teil und bekundeten damit, dass die Katastrophe vom Juni 2013 noch lange nicht in Vergessenheit geraten ist.

 

Im Anschluß an die einleitenden Worte und Informationen zu weiteren laufenden Aktivitäten wurde das offene Mikrofon wieder von mehreren TeilnehmerInnen genutzt, um ihren Unmut über den Tod der Tiere zum Ausdruck zu bringen. Auch ein Fürsprecher des NABU, ein Einwohner aus der Gemeinde Buch, ergriff das Wort, woraufhin sich eine lebhafte Diskussion entspann.

 

Auch einige neue Unterschriften auf der ausliegenden Liste der Online-Petition kamen dazu.

 

Im Spendenglas für die Initiative fanden sich nach Ende der Veranstaltung 130,00 Euro. Vielen Dank allen Spendern!

 

 

 

Mit Erstaunen wurde am 20. Januar die Berichterstattung der Stendaler Volksstimme zur Kenntnis genommen, die unter der Überschrift "Interesse an Protestaktionen nimmt ab" zu berichten wußte, dass "etwa 30 Menschen" die Veranstaltung besucht hätten (gegen 10.15 Uhr gezählt: 67 Personen).

 

Außerdem zitierte das Blatt Herrn Neuhäuser mit der Aussage, dass "Gesprächsangebote des NABU an die Demonstranten ... abgelehnt worden und zuletzt unbeachtet geblieben" seien.

 

 

"Eingeweihte" werden es schon gefunden haben, für Herrn Neuhäuser und andere Interessierte hier nochmal zur Erklärung: Wie auf der Startseite seit dem 16.11.2013 ff. zu lesen ist, ging die Initiative für ein gemeinsames Gespräch von Frau Lemme aus.

 

Jedoch kam ein weiterer Gesprächsvorschlag, unabhängig von dem erstgenannten, tatsächlich von den Anwälten des Herrn Neuhäuser und wendete sich an Frau Lemme und Frau Grellmann. Daraufhin unterbreiteten diese mehrere Terminvorschläge.

 

Einer dieser Vorschläge wurde durch Herrn Neuhäusers anwaltliche Vertretung bestätigt, nun jedoch unter Auflistung von Bedingungen, von denen bei Vorschlag eines Gespräches noch nicht die Rede war.

 

So wurde unter anderem zur Voraussetzung für ein Gespräch gemacht, die für den 18. Januar geplante Demonstration abzusagen.

(Hier unterliegen die Anwälte sowie deren Mandant offensichtlich dem Irrtum, dass die Aktivitäten unserer Initiative allein auf Frau Lemme und Frau Grellmann basieren. Da unsere Initiative jedoch aus vielen Menschen besteht - auch wenn vor allem die beiden Personen in der Öffentlichkeit stehen - obliegt die Entscheidung über jedwede Aktivitäten oder deren Absage nicht den beiden, sondern wird unter allen Beteiligten abgestimmt)

 

Entsprechendes wurde der Anwaltskanzlei am 14.1. mitgeteilt. Das Schreiben blieb bis zum heutigen Tag (20.01.) sowohl durch Herrn Neuhäuser als auch durch dessen Anwälte unbeantwortet.

 

Soviel zum Thema "unbeachtet gebleiben", liebe Volksstimme und lieber Herr Neuhäuser!

 

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Frau Klinkusch, Pressesprecherin beim NABU-Bundesverband, gab auf Nachfrage am 30.10.2013 folgende Erklärung ab:

 

„Der NABU-Bundesverband ist von der Hochwasser-Katastrophe im Bucher Brack und dem Tod der Tiere sehr betroffen. Die Frage, ob menschliches Versagen oder unvorhersehbare Katastrophenereignisse ursächlich für die tragischen Ereignisse waren, muss nach Auffassung des NABU die juristische Überprüfung und Bewertung der Vorfälle erbringen.

 

Medienberichten zu Folge sind verschiedene Strafanzeigen gegen den verantwortlich Vorsitzenden des NABU-Kreisverbandes Stendal, Dr. Peter Neuhäuser, gestellt worden. Hier bleiben der Verlauf und die Ergebnisse eventuell anstehender Verfahren abzuwarten.

 

Unabhängig von der strafrechtlichen Bewertung stellt sich für den NABU-Bundesverband die Frage nach der verbandlichen Verantwortung. Der Bundesverband prüft daher gegenwärtig, ob es im Zusammenhang mit dem Tod der Weidetiere Anhaltspunkte für ein Fehlverhalten von NABU-Mitgliedern gegeben hat, ob Verstöße gegen verbandliche Leitlinien und damit eine Vereinsschädigung erfolgten.

 

Es ist Aufgabe der zuständigen Fachgremien, nach eingehender Beratung und Diskussion die verbandlichen und naturschutzfachlichen Konsequenzen aus dem Unglück zu ziehen. Der Verlust von 25 Heckrindern und 20 Konikpferden stellt für den NABU-Kreisverband nicht zuletzt einen finanziellen Verlust in der Größenordnung von 40.000 bis 50.000 Euro dar.

 

Sofern Mitglieder des Vorstandes des NABU-Kreisverbandes Stendal durch ein grob fahrlässiges oder vorsätzliches Verhalten in ihrer Amtsführung gegen ihre Sorgfaltspflicht verstoßen haben, so werden sie dafür die Verantwortung übernehmen müssen. Für diese Entscheidung ist aber der Ausgang der vermeintlich laufenden strafrechtlichen Ermittlungen von zentraler Bedeutung.“

 

Sollten Sie noch weitere Fragen haben, wenden Sie sich bitte an folgenden Kontakt beim NABU Bundesverband:

NABU Bundesverband

Kathrin Klinkusch

Pressesprecherin

Tel. +49 (0) 30.284 984-1510

Fax +49 (0)30.284 984-3510

Kathrin.Klinkusch@NABU.de

 

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Farbige Kreuze?

 

Aus Gorleben kennt man gelbe Kreuze,

in Cobbel sind sie rosa,

rot steht für Arneburg.

 

 

Weiße Kreuze?

 

Weiß ist die Farbe

- der Hoffnung (dass wir erreichen können, dass nie wieder Tiere des hiesigen NABU zu Schaden kommen müssen, indem wir immer weiter Konsequenzen aus dem furchtbaren Geschehen im Juni 2013 fordern)

- der Unschuld (der Tiere, die sich nicht aussuchen konnten, ob sie in die Hände verantwortungsbewußter Tierhalter kommen, oder eben in andere...)

- der Trauer (um die wegen menschlicher Unzulänglichkeiten qualvoll ertrunkenen Koniks und Heck-Rinder)

 

Deshalb weiße Kreuze!

Nicht jede/r kann / möchte sich an Aktionen beteiligen. Aber so, wie bei den Kreuzen im Wendland, in Cobbel und Umgebung und weit um Arneburg überall in Vorgärten, an Toren, in Fenstern zu sehen sind, kann sich jede/r auch in dieser Weise einbringen.

Vielleicht ist es nun - wegen der ertrunkenen NABU-Tiere und der erforderlichen Konsequenzen - auch in dieser Sache möglich? Deshalb schlagen wir weiße Kreuze vor!

Ein paar Bretter, ein Töpfchen weiße Farbe und ein Moment Zeit: schnell kann zum Ausdruck gebracht werden, dass kein stilles Einverständnis mit dem Gebahren des NABU Stendal e.V. existiert!

Gern stellen wir auch Kreuze zur Verfügung, einfach kurze Rückfrage an nabu-tiere[et]gmx-topmail.de (wird geliefert und kostet nur ne kleine Spende).

 

 

Bölsdorf: nicht gleich wieder übertreiben ;)

 

 

 

 

 

Haben Sie auch ein Bild von einem weißen X? Dann schicken Sie es doch mal an uns!